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Schaurig schöne Geschichten von Vera Klee -ebook-

Sind diese Geschichten wahr oder nicht?
Schaurig schöne Geschichten von Vera Klee -ebook-

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Autor:

Vera Klee

Verlag: Roegelsnap Buch & Hörbuchverlag
Format: PDF
Beigaben: keine

4,95 €

 

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Inhalt:

„Schaurig schöne Geschichten“
ebook ( 66 Seiten )

Sind diese Geschichten wahr oder nicht? Entscheiden Sie selbst und bedenken Sie, dass die Wahrheit oft greifbar nah liegt. Aberglaube, gemischt mit einer Prise Mystik, verknüpft mit realen und kriminalistischen Einlagen sowie unheimlichen Schatten, umhüllt von einer Portion Fantasie, lassen den Leser in schaurige Erlebnisse eintauchen, die alle Eines gemeinsam haben: sie hinterlassen ein seltsames, bleibendes Gefühl – und das ist von der Autorin so gewollt.

Zum Inhalt:
Lernen Sie den Inhaber der Firma Pelos kennen, der seine Geschäfte rücksichtslos auf Kosten der Natur führt. Oder entdecken Sie, welches Geheimnis die verwobenen Pfade des Moorlabyrinthes verbergen und warum sich immer mehr Raben am Himmel versammeln. Gibt es die geheimnisvolle Moorhexe wirklich, die angeblich in dem Moorgebiet ihr Unwesen treibt? Kann es sein, dass eine Seerose namens Alba in die Zukunft sehen kann? Wo liegt der wundersame Wald, in dem es anders riecht, sich gefährlich anders anhört, und die Luft nach Gefahr schmeckt? Kann man sich selbst aus einem klebrigen Spinnennetz befreien?
Nehmen Sie auch schon einmal eine Abkürzung durch einen Park und fürchten Sie unheimliche Schatten? Dann hüten Sie sich vor Efeu.
Lagen Sie schon einmal im Krankenhaus und haben sich gewundert, warum mitten in der Nacht eine todkranke Frau neben dem Bett einer Patientin steht? Finden Sie heraus, was sie von ihr will, aber sagen Sie nachher nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Haben Sie schon einmal über fleischlose Ernährung nachgedacht? Hier stellt sich die Frage: Ist fleischlose Kost ein Liebesbeweis oder führt sie sogar in die Todeszelle?
Lieben Sie Pflanzen und kann der „Grüne Daumen“ einen Bonsai zur Vernunft bringen?
Was bedeutet die Zahl 236 und welcher Fluch lastet auf der Sanduhr? Wie kann man scharrenden Geräuschen im Schlafzimmer ein Ende bereiten?

Auf all diese Fragen geben die Geschichten eine überraschende Antwort, die man vielleicht so gar nicht erwartet hätte. Als Bonusmaterial lesen Sie einen Krimi, der auf einer Internetauktion beruht, die dem Höchstbietenden jedoch nicht lange Freude bereitet. Insgesamt elf Kurzgeschichten vereint die Autorin in diesem E-Book, um jedem Geschmack gerecht zu werden. Die meisten Inhalte sind bereits bei Roegelsnap als Hörbücher erschienen, die dadurch den Ereignissen zusätzlich einen ganz besonderen Reiz verleihen.

erschienen auch als Hörbücher.

Leseprobe:

Ein leckeres Stück Fleisch auf den Tisch

„Wie ich gestorben bin?“ verwundert blickte ich ihm aus meinen hohlen Augen direkt ins Gesicht.
„Ich dachte, ein Totengräber wüsste alles über seinen Leichen ...“ ich sah ihn schon vor mir, wie er mein Grab zuschaufelte.
„Dann kann ich keine Ruhe finden, bevor du es nicht erfährst: Man hat mir die Todesspritze gegeben. Verurteilt vom obersten Gericht zum 12fachen Tode.“
„Wofür, was hast du verbrochen?“, der Totengräber richtete sich schon seelisch auf eine neue Beichte ein und genehmigte sich noch einen großen Schluck aus seiner Flasche.
„Verbrochen würde ich es nicht nennen, es war eher Notwehr. Eine letzte Möglichkeit, mich von ihr zu befreien. Von Luisa.“ Er verzog seinen Mund während er ihren Namen aussprach.
„Du musst wissen, Luisa habe ich vor einundzwanzig Jahren geheiratet. Hätte ich gewusst, wie sie später einmal werden würde, wäre ich vorher abgehauen. In den letzten Jahren war ich nur noch Luft für sie. Wenn ich von meiner Arbeit nach Hause kam, machte sie mir zwar noch etwas zu Essen, doch das hätte noch nicht einmal ein Straßenköter gefressen. Wie oft bin ich während der Mittagspause in die Pommesbude um die Ecke gegangen, damit ich satt wurde. Denn was Luisa auftischte war vielleicht gesund und von Ernährungswissenschaftlern empfohlen, doch satt wurde man davon nicht und es schmeckte scheußlich. Tofu, Gemüsebällchen und Algenpüree mit Biomöhren. Wenn ich `mal nach einem Stück Fleisch fragte, flippte sie aus. Fleisch, diese ekelhafte, gemästete Masse aus Medikamentencocktail und Wachstumshormonen, war ihr Lieblingsspruch zum Thema Fleisch. Ich sehnte mich nach Jahren fleischloser Kost immer öfter nach einem richtig leckerem Stück Fleisch. Heimlich aß ich danach außerhalb, damit sie ja nichts mitbekam. Luise selbst wurde immer dünner, ihre Knochen standen schon heraus und der Sex mit ihr machte auch keinen Spaß mehr, wenn man auf ihrem spitzen Körperbau lag. Und je länger wir verheiratet waren, umso seltener hatte sie Lust dazu. Irgendwann stellten wir es ganz ein, sie war angeblich immer zu müde, hatte Migräne oder ihre Tage. Je länger sie mir diese angeblich gesunde Kost auftischte, umso gieriger wurde ich nach ihrem Körper, der trotz ihrer Ernährung noch aus mindestens zwanzig Kilogramm äußerst gesundem Fleisch bestand. Zwanzig Kilogramm - natürlicher und gesünder konnte kein Bauer der Welt das Fleisch liefern. Wenn sie mir gegenüber saß, stellte ich mir vor, wie herrlich es doch wäre, wenn ein Stück von ihr auf meinem Teller läge und sich mir saftig entgegenstreckte. Das Zweitschlimmste an ihr war ihr Redefluss. Sobald ich nach Hause kam, sprudelte sie los und hörte nicht mehr auf. Selbst wenn ich es mir vor dem Fernseher gemütlich machen wollte, quasselte sie noch auf mich ein. Belangloses Zeug von Greenpeaceaktionen, Rettung der Tiertransportschweine aus einem Lastwagen, Nachbarschaftsneuigkeiten, Preise der Ökosocken im neuen Bioladen usw. Das alles interessierte mich alles überhaupt nicht. Nie fragte sie, wie ich mich fühlte oder was ich auf meiner Arbeitsstelle so erlebt habe. Als ob mein Leben für sie gar nicht mehr existierte. Irgendwann beschloss ich, dass ich sie nicht mehr brauchte. Im Gegenteil! Ohne sie wäre mein Leben wahrscheinlich einfacher und ruhiger. Außerdem hatte ich Hunger. Hunger auf ein riesengroßes Stück Fleisch.

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