Inhalt:
Alle Babys schreien, doch manche schreien mehr als andere und lassen sich nur schwer beruhigen, obwohl die Eltern alles Erdenkliche unternommen haben, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn der Kinderarzt nach gründlicher Untersuchung Krankheiten und organische Ursachen ausgeschlossen hat und das Baby seinem Alter gemäß gedeiht, werden vereinzelt noch immer Diagnosen wie Blähungen bzw. »Dreimonatskoliken« gestellt als Ursache für untröstliches Schreien, das phasenweise stundenlang anzuhalten scheint und besonders in den Abendstunden seinen Höhepunkt findet.Auch das Ein- und Durchschlafen gelingt oft nur mit Hilfe aufwändiger Maßnahmen durch die Eltern, die mit ihrem Baby durch die Wohnung laufen, es im Kinderwagen über holprige Schotterwege schieben oder gar auf eine Waschmaschine stellen, während der Schleudergang beruhigende Vibrationen erzeugt.
Blähungen sind jedoch seltener als angenommen verantwortlich für dieses alarmierende Schreien, welches die gesamte Familie in katastrophale Stresssituationen manövriert bis an die Grenzen totaler Erschöpfung mit der Gefahr, sich selbst oder dem Kind Gewalt anzutun.
In der Säuglingsforschung wurde der Begriff »Regulationsstörungen der frühen Kindheit« eingeführt. Im Umlauf sind auch Bezeichnungen wie »24-Stunden-Baby«, »Baby mit starken Bedürfnissen« oder »Schreibaby«.
Unruhige Babys, die viel schreien, schlecht schlafen und in den Wachphasen zu verstärktem Quengeln und motorischer »Zappeligkeit« neigen, wirken extrem reizoffen und können kaum abschalten, wenn sie müde sind. Statt z. B. den Blick abzuwenden, sich gähnend zurückzuziehen und die Augenlider zu schließen, bleiben ihre Sinne nach außen gerichtet, als verlangten sie nach mehr Unterhaltung und weiterer Reizzufuhr. Die Eltern haben es schwer, ihr Verhalten richtig zu deuten und angemessen darauf zu reagieren.
Das Erste-Hilfe-Hörbuch bietet einen umfassenden Einblick in die Problematik des übermäßig schreienden Säuglings unter Berücksichtigung des Zeitmangels betroffener Familien. Traditionelle Schlaflieder wurden ebenso in diese Produktion für die Ohren integriert wie Klänge und Geräuschkulissen.
Inhalt
Einleitung
Dreimonatskoliken?
Warum schreit Ihr Baby?
Besuch beim Kinderarzt
Das Führen eines Tagebuches
Die Beruhigung Ihres schreienden Babys
Klänge und Geräusche
Rhythmische Bewegungen
Das Tragen von Säuglingen
Weitere Möglichkeiten zur Beruhigung
Medikamente
Naturheilmittel
Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien
Wenn Sie in Panik geraten
Hilfe annehmen und organisieren
Irgendwie wird es weitergehen
Die Autorin
Jutta Riedel-Henck, Mutter eines ehemaligen »Schreibabys«, geboren am 22.7.1961 in Aachen, Studium der Musikwissenschaft und Pädagogik in Hamburg, Autorin, Verlegerin, Musikerin, Dozentin in der Kinder- und Erwachsenenbildung, Initiatorin von »Trostreich«, dem »Interaktiven Netzwerk Schreibabys«, Kinderliedermacherin und Lebensforscherin ohne Schubladenmentalität.
