Inhalt:
Tierische Lieder GeschichtenVon Katzen, Mücken und anderen Haustieren
In diesem Liederzyklus erzählt Jutta Riedel-Henck spielend, singend und lesend von eigenen Erfahrungen im Umgang mit Haustieren, Goldhamstern, Zwergkaninchen, Mäusen, Schmetterlingen, Vögeln, Katzen und Mücken.
Vorwort der Autorin
Ob im Märchen, Film, Bilderbuch oder Kinderfernsehen – Tieren wird im Leben von Kindern gerne eine Hauptrolle zugedacht. Aber auch die Erwachsenen neigen dazu, Sehnsüchte und unerfüllte Wünsche im Umgang mit Tieren auszuleben, um Gefühle der Einsamkeit zu überbrücken oder eine im alltäglichen Leben unterdrückte Verspieltheit wieder zu entdecken.
Nicht selten sollen Hamster, Meerschweinchen oder Zwergkaninchen einem Kind die mangelnde Zuwendung seiner Eltern ersetzen. Dabei kommt es häufig zu unbemerkten Quälereien wehrloser kleiner Tiere, die zu Tode gestreichelt oder kaputtgedrückt werden.
Während Eltern oder ältere Geschwister immer einen kleineren Menschen finden, an dem sie ihre Wut auslassen können, hat so manches Kind nur seinen Hamster, der als Ventil für unterdrückte Schmerzen herhalten muss.
Obwohl so viele Erwachsene – Eltern, Erzieher, Lehrer – um die Gefahren des Missbrauchs kleiner Tiere wissen, gelingt es nur schwer, einem Kind zu vermitteln, dass Tiere keine Menschen sind. Ebenso zäh scheinen viele Eltern zu der Einsicht zu gelangen, dass Kinder keine Erwachsenen sind. Dabei bräuchten sie nur ehrlich an die Zeit ihrer eigenen Kindheit zurückzudenken und sich auf die einst erlebten Gefühle und Empfindungen einzulassen. Indem wir uns mit der Perspektive eines Kindes identifizieren, merken wir vielleicht, wie erniedrigend alleine die körperliche Größe eines Erwachsenen wirkt, der im Stehen auf uns herabblickt.
Erst aus dem wahren Erleben heraus sind wir fähig, ein andersartiges Wesen verstehen und achten zu lernen. Es hat wenig Sinn, ein Kind mit Informationen zu füttern oder moralischen Ermahnungen in die Ecke zu drängen. Am Ende wird es sich einfach nur schlecht fühlen und wieder einmal als Buhmann oder schwarzes Schaf der Familie vorkommen. So gerne wir auch vergessen mögen, als Kinder frech, ekelhaft und fies gehandelt (oder zumindest gedacht) zu haben, sollten wir zaghaft oder mutig probieren, auch die ungeliebten Erfahrungen anzunehmen und unseren Kindern davon zu erzählen. Ich habe erlebt, dass solche wahren Geschichten auf außergewöhnlich offene Kinderohren treffen, deren wache Augen in Tiefen blicken lassen, die uns mit pädagogischen Floskeln zu Recht verschlossen bleiben würden.
Die gesamte Textfassung finden Sie auf der Kindermusik-Site von Jutta Riedel-Henck: http://www.jrh-kindermusik.de/Jutta_Riedel-Henck/Tierlieder/Tierliedertexte/tierliedertexte.html
